Archiv Aktuelles
Forschungsförderung: Wissenschaftliche Erschließung des materiellen Kulturgutes der OVGU
Universitätssammlungen stellen eine bedeutende Ressource für Forschung und Bildung dar, wobei die wissenschaftliche Beschäftigung mit Sammlungen interdisziplinäre Fragestellungen und Methoden erfordert, die Auskunft geben über unterschiedliche Wissenspraktiken in Geschichte und Gegenwart. Die Aufarbeitung des akademischen Erbes der OVGU ist ein innovatives disziplinenübergreifendes Forschungsprojekt und umfasst die Bearbeitung der Sammlungen der OVGU. Die Zusammenarbeit mit den Museen der Stadt, dem Stadtarchiv und dem Technikmuseum ist hierfür von zentraler Bedeutung. Das vom Land Sachsen-Anhalt im Zeitraum von 2021 bis 2024 geförderte Vorhaben richtet sich auf die wissenschaftliche Untersuchung unserer materiellen Kultur und umfasst Fragen nach sozialen, kulturellen, historischen und epistemologischen Kontexten. Es bearbeitet nicht nur ein sammlungsbasiertes Forschungsprojekt, sondern die erzielten Ergebnisse sollen auch einer breiteren Öffentlichkeit kommuniziert werden. Damit versteht es sich als neues Gravitationszentrum oder auch Katalysator von Third Mission.
Im Rahmen des Forschungsprojekts schreibt der Lehrstuhl für Anglistische Kultur- und Literaturwissenschaft zwei Stellen aus. Befristet für jeweils drei Jahre werden zum 1. Oktober 2021 eine Stelle zur wissenschaftlichen Mitarbeit sowie eine Stelle zur Projektmitarbeit mit je 50% Arbeitszeit und Vergütung nach TV-L 13 bzw. TV-L 12 besetzt. Details zu den Inhalten der jeweiligen Stellen entnehmen Sie bitte den Stellenausschreibungen. Bewerbungsfrist ist der 31. Juli 2021.
31. August: ESSE Panel "Cities in Scotland: Cultural Heritage and National Identity"
PD Dr. habil. Nora Pleßke und Dr. Clarisse Godard Desmarest (University of Picardie Jules Verne, France) veranstalten im Rahmen der 15. Konferenz der European Society for the Study of English (ESSE) in Lyon ein Panel mit dem Titel "Cities in Scotland: Cultural Heritage and National Identity" am 31. August 2021. Innerhalb des Panels wird über Schottlands kulturelles Erbe als wichtiges nationales Gut mit einem Fokus auf Städte diskutiert. Anstelle des natürlichen Erbes des Landes, das oft in Analysen der schottischen Vergangenheit bevorzugt wird, soll vor allem das urbane Erbe des Landes betrachtet und der Zusammenhang mit Fragen der nationalen Identität beleuchtet werden. Das Panel über das urbane Erbe Schottlands beinhaltet folgende Beiträge zu Stadtentwicklung, Architektur, Denkmälern, Kunst, öffentlichem Gedächtnis, Tourismus sowie Literatur und Film:
10:30 bis 12:30 Uhr
- Cities Outside Scotland: The Urban Heritage of the Scottish Communities Abroad (Esther Mijers, University of Edinburgh, UK)
- Anatomising ‘Athens’: Architecture, Medicine, and Writing in Early Modern Edinburgh (Anne-Marie Akehurst, University of York, UK)
- Edinburgh’s Political Martyrs’ Monument: Reconciling Civic and National Identities (John Lowrey, University of Edinburgh, UK)
- Restoring the ‘Georgian House’: Architecture, Politics and Identity in 1970s Edinburgh (James Legard, Simpson & Brown Architects, UK)
- V&A Dundee and Cultural Institutions: The Role of Museums in Culture Led Regeneration (Kirsty Hassard, V&A Dundee, UK)
14:45 bis 16:45 Uhr
- Edinburgh and the Art Market in the First Age of Enlightenment (Murray Pittock, University of Glasgow, UK)
- Nomadic Murals: Architectural Tapestry in Post-War Scotland (Lisa Mason, National Museums Scotland, UK)
- Maydays to Mayfests: Cultural Politics and the Popular Arts in Glasgow, c.1983-1990 (Angela Bartie, University of Edinburgh, UK)
- Notions of National Identity within the Scotland’s Urban Realm (Kirsten Carter McKee, University of Edinburgh, UK)
17:00 bis 19:00 Uhr
- The Discursive Construction of Scottish Towns as Wellness Retreats in On-Line Tourism Promotion Texts 2019-20 (Irmina Wawrzyczek, Maria Curie-Skłodowska University, Lublin, Poland)
- Narrative and National Identity: A Literature House for Edinburgh (James Loxley, University of Edinburgh, UK & Tara Thomson, Edinburgh Napier University, UK)
- The Themes of Urbanism and Identity in Val McDermid’s My Scotland (Yildirim Ozsevgec, Recep Tayyip Erdogan University, Rize, Turkey)
- The City in Iain Rankin’s Novels (Florence Dujarric, Supméca – Institut Supérieur de Mécanique de Paris, France)
- Edinburgh on Screen: Rethinking Scottish National Identity in Danny Boyle’s T2 Trainspotting (Deividas Zibalas, Vilnius University, Lithuania)
Weitere Informationen zur Konferenz, die Registrierungsmöglichkeit sowie das volle Programmheft mit Abstracts finden Sie auf der Konferenzwebsite.
6. Juli: Digitaler Walisischer Kochabend
Wales, im Westen Großbritanniens gelegen, ist nicht nur dank seiner ursprünglichen und abwechslungsreichen Landschaften, seiner jahrtausendealten Geschichte und einzigartiger Kultur ein wahrer Geheimtipp. Auch die walisische Küche ist vielseitig und schmackhaft. Anlässlich des Themenjahrs "Wales in Deutschland 2021", mit dem die guten Beziehungen beider Länder gefeiert werden, veranstaltet Wales am 6. Jauli 2021 von 18:00 bis 19:00 Uhr über Zoom ein digitales Kochevent für alle Wales-Fans und Freund:innen guten Essens – zum Mitkochen, Nachkochen oder einfach nur zum Zuschauen. Die Kochbuchautorin Nerys Howell und Sian Roberts, TV-Sprecherin und Inhaberin von "Loving Welsh Food", kochen gemeinsam und zeigen Schritt für Schritt die Zubereitung von vier typisch walisischen Gerichten:
- Glamorgan Sausages (vegetarisch)
- Walisische Lammkoteletts mit Laverbread-Kräuter-Dip
- Muscheln mit Lauch und Speck
- Welsh Cakes
Alle Rezepte und Zutaten stehen vorab schon zur Verfügung. Alle Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.
2. Juli: Blockseminar "Medical Humanities" von Prof. Dr. Heinz-Peter Schmiedebach
Am 2. Juli 2021 begrüßt der Lehrstuhl für Anglistische Kultur- und Literaturwissenschaft den renommierten Begründer der Medical Humanities in Deutschland, Prof. Dr. Heinz-Peter Schmiedebach (Charité Berlin) für ein Blockseminar zu diesem Thema im Rahmen des studentischen Kustodie-Projekts. Ziel des Seminars ist es, das Konzept der Medical Humanities vorzustellen und anhand konkreter Beispiele zu erläutern. Die kulturelle Prägung der Medizin durch die jeweiligen historischen, technischen und sozialen Gegebenheiten wird dadurch erkennbar. Zudem soll die komplementäre Funktion der Medical Humanities hinsichtlich einer Ergänzung der technologischen und naturwissenschaftlichen Basierung der Medizin verdeutlicht werden, die sich insbesondere in einer an den subjektiven Erfahrungen und Empfindungen von Patient:innen orientierten medizinischen Praxis ausdrückt. Das Seminar möchte zudem anhand einiger kleinerer Übungen für einzelne Bereiche der narrativ basierten Medizin die Reichweite dieses Konzeptes erfahrbar machen. Weitere Informationen zum Programm finden Sie in der Seminarausschreibung.
23. Juni: Workshop "Dermatology and/as Literature" von Dr. Ariane de Waal
Im Rahmen der Mini-Workshops des Kustodie-Projekts bietet Dr. Ariane de Waal (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg) am Mittwoch, den 23. Juni 2021 von 15:15 bis 16:45 Uhr einen Workshop zum Thema "Dermatology and/as Literature" an. Neben den teilnehmenden Studierenden sind weitere Interessierte herzlich willkommen. Der Workshop findet über die Videokonferenzsoftware Zoom statt, bei Interesse an einer Teilnahme wenden Sie sich bitte vorab an PD Dr. Nora Pleßke () für die Einwahldaten.