Aktuelles
Hier finden Sie aktuelle Meldungen zu Veranstaltungen, dem Lehrstuhl sowie Hinweise auf universitäre Ereignisse. Ältere Meldungen finden Sie im News-Archiv.
12. Oktober: 10. Town Hall Meeting
Veränderung geschieht selten in einem einzigen Moment. Sie zeigt sich in neuen Räumen und Nutzungen, in Begegnungen, Ideen und den Menschen, die einen Ort mitgestalten. Die Fotografin Caroline Hake begleitet die Entwicklung des Wissenschaftshafens mit ihrer Kamera und macht sichtbar, was im Alltag leicht übersehen wird: einen Stadtteil im Wandel und die vielen kleinen Schritte auf dem Weg dorthin.
Beim 10. Town Hall Meeting am 12. Oktober 2026 eröffnet die Werkstatt transSCAPE in der Universitätsbibliothek (Gebäude 30, Universitätsplatz 2, 39106 Magdeburg) die Fotoausstellung DOING DONE. Die Vernissage lädt dazu ein, den Wissenschaftshafen durch Caroline Hakes künstlerischen Blick neu zu entdecken und mehr über die Entstehung und Hintergründe ihrer Arbeiten zu erfahren.
Im Anschluss werden die fotografischen Impulse zum Ausgangspunkt für den gemeinsamen Austausch. In drei frei wählbaren Gesprächsrunden geben Projektbeteiligte Einblicke in die Zusammenarbeit von transSCAPE mit Stadt, Schule und Universität. So bringt das Town Hall Meeting Bilder und Geschichten, Erfahrungen und Perspektiven zusammen – und richtet den Blick auf die Menschen, die den Wandel des Wissenschaftshafens mit Leben füllen. Alle Interessierten sind eingeladen, am Town Hall Meeting kostenfrei teilzunehmen. Um Anmeldung wird jedoch gebeten.
Programm
| 16:15 Uhr | optionale Führung durch die Universitätsbibliothek |
| 17:00 Uhr | Vernissage der Fotoausstellung DOING DONE Einblicke in die künstlerische Arbeit und Biografie von Caroline Hake |
| 18:00 Uhr |
Austausch zu Kooperationen mit Stadt, Schule und Universität |
Projekttag des Editha-Gymnasiums im Wissenschaftshafen
Knapp 70 Schüler:innen des 11. Jahrgangs des Editha-Gymnasiums besuchten bei einem Projekttag 15. September 2026 den Forschungscampus STIMULATE im Wissenschaftshafen. Nach einer gemeinsamen Einführung in die medizinische Bildgebung ging es direkt in die Labore für Virtual Reality, medizinische Robotik und Angiographie sowie in das MRT-Trainingslabor. Hier konnten die Jugendlichen aktuelle Technologien kennenlernen und selbst ausprobieren, wie medizintechnische Forschung in der Praxis funktioniert.
Anschließend waren ihre eigenen Ideen gefragt. In drei Workshops von transSCAPE, transPOTENTIAL und transSUSTAIN entwickelten die Schüler Forschungsprojekte, gestalteten erste Prototypen und suchten nach Lösungen für konkrete Herausforderungen in der Gesundheitsversorgung. Dabei beschäftigten sie sich unter anderem mit Englisch als Wissenschaftssprache, kindgerechten medizinischen Behandlungen und einer verlässlichen Versorgung im ländlichen Raum.
Ihre Ergebnisse präsentierten die Teams in kurzen Pitches und erhielten so zugleich Einblicke in wissenschaftliche Bewertungs- und Entscheidungsprozesse. Der von transSCAPE gemeinsam mit STIMULATE, transSUSTAIN und transPOTENTIAL organisierte Projekttag brachte Forschung, Kreativität und Berufsorientierung zusammen – und eröffnete neue Perspektiven auf ein mögliches Studium oder eine berufliche Zukunft in der Medizintechnik.
27. September: Internationaler Tag der Flüsse
Flüsse verbinden Landschaften, Menschen und Geschichten. Am 27. September 2026 lädt die Werkstatt transSCAPE von 13:00 bis 18:00 Uhr dazu ein, den Internationalen Tag der Flüsse gemeinsam im Wissenschaftshafen Magdeburg zu erleben. Unter dem Motto „Drei Orte – ein Thema“ verbinden sich auf dem Gustav-Zeuner-Areal Hafengeschichte, Wissenschaft, Kultur und Kreativität. Besuchende erwarten deutsch- und englischsprachige Vorträge, Musik und ein Quiz für alle Generationen, Kurzfilmvorführungen und Podcasts, Workshops und ein „Sketch & Walk“ durch den Wissenschaftshafen, Modelle aus Wasserwirtschaft und Ökotechnologie der Hochschule Magdeburg-Stendal, Raum für Gespräche, Austausch und neue Ideen, sowie die Ausstellung ausgewählter Aufnahmen des Fotowettbewerbs „Vergangenheit und Zukunft zwischen Stadt und Elbe“. Um Anmeldung wird gebeten.
Anglistische Lehre im EU GREEN Blended Intensive Programme in Parma
Vom 16. bis 23. Oktober 2026 findet an der Università di Parma ein EU GREEN Blended Intensive Programme zum Thema "Reimagining the Human-Nonhuman Relationship: Interdisciplinary Perspectives from the Environmental Humanities and Arts". 30 Bachelor- und Master-Studierende aus den europäischen Ländern, die im EU GREEN Verbund organisiert sind, werden sich eiine Woche lang in Vorlesungen, Seminaren, Workshops, Rountables und künstlerischen Angeboten über das Thema austauschen. Mit dabei ist auch die Magdeburger Anglistik: PD Dr. Nora Pleßke und Dr. Carsten Michel-Kullmann bieten unter dem Titel "Flock & Flow: Sheep, Rivers, and (Post)Colonial Landscapes" ein Seminar an, das sich aus Sicht der postkolonialen Ökokritik mit imperialen und gegenwärtigen Einflüssen auf Australiens Landschaft befassen wird.

Sammlungstagung 2026 und Schlafsalon in Magdeburg
Die 17. Jahrestagung für Universitätssammlungen findet unter dem Titel "(Wieder)Instandsetzung: Modifizierendes Bewahren als Sammlungspraxis" vom 10. bis 12. September 2026 an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (OVGU) statt. Sie wird gemeinsam von der Kustodie der OVGU und der Gesellschaft für Universitätssammlungen e. V. (GfU) veranstaltet. Tagungsort ist der Campus am Universitätsplatz (Gebäude 05, Tagungsbüro: Raum 117). Im Zuge der Tagung findet zudem am 11. September der Schlafsalon des 3ioS-Projekts statt.
Ab sofort ist die Anmeldung zur Tagung möglich. Die Teilnahmegebühr beträgt 20 €, für Studierende ist die Teilnahme kostenlos. Die Anmeldung ist bis zum 16. August 2026 geöffnet und kann auf der Veranstaltungswebsite vorgenommen werden. Dort findet sich auch das aktuelle Tagungsprogramm.
Die Vielfalt der in Universitätssammlungen aufbewahrten Objektgruppen bietet zahlreiche Anknüpfungspunkte, um über Praxen des (Wieder)Instandsetzens nachzudenken. Die Frage, wie Objekte (wieder)instandgesetzt werden können und was mit Objekten in Prozessen der (Wieder)Instandsetzung passiert, lässt sich unter anderem am Beispiel historischer elektronischer Geräte diskutieren. Im Projekt 3ioS werden an der Kustodie der OVGU Magdeburg ehemals in DDR-Krankenhäusern verwendete medizintechnische Geräte so (wieder)instandgesetzt, dass einzelne Funktionen in der interdisziplinären Lehre und Forschung eingebunden werden können. Mit der Reaktivierung historischer Sammlungsobjekte ist die Frage verbunden, ob der Auftrag, universitäres Kulturgut zu bewahren, in erster Linie auf den Substanz- oder Funktionserhalt abzielen sollte. Diese Debatte wurde unter anderem auf der 7. Sammlungstagung in Freiberg geführt. Dort zeigte sich, dass hinsichtlich ganz unterschiedlicher Objekte – z.B. Dampfmaschinen, Saurierknochen und Münzen – von (Wieder)Instandsetzung gesprochen werden kann. Daran anknüpfend möchte die 17. Jahrestagung für Universitätssammlungen 2026 Funktion, Substanz und Erhalt unter dem kritischen Begriff der (Wieder)Instandsetzung als modifizierendes Bewahren neu verhandeln.
Schlafsalon
Am 11. September öffnet ab 15:00 Uhr das Temporäre Objektlabor in den Räumen 208 und 209 (Gebäude 05, Universitätsplatz 2, 39106 Magdeburg) im Zuge des Schlafsalons des 3ioS-Projekts seine Türen. In einer interaktiven Ausstellung präsentieren das Projektteam und Studierende ihre Forschungsergebnisse zum semesterbegleitenden Thema Schlaf. Die Ausstellung beleuchtet das Schlaflabor als Ort der Verflechtungen von Medizin, Gesellschaft, Kultur und Technik Im Fokus stehen dabei Elektroenzephalographen und andere Vitalmessgeräte aus der Historischen Medizintechnischen Sammlung der OVGU Magdeburg, die u.a. die elektrische Aktivität des Gehirns aufzeichneten Auf diese Weise trugen sie zur Vorstellung bei, was Schlaf ist, wie er gemessen, bewertet und verändert werden kann. Um 19:30 Uhr findet ein Vortrag der Lübecker Medizinsoziologin Dr. Svenja Reinhardt zum Thema "Das EEG und der Umgang mit epistemischer Prekarität in der Schlafmedizin" statt. Das Projektteam lädt alle Interessierten herzlich ein, im Rahmen der Ausstellung Schlaf aus unterschiedlichen Perspektiven zu erkunden.
Riverscapes: Flüsse als Lebens-, Kultur- und Wissensräume
Am 9. Juli 2026 lud die Werkstatt transSCAPE zum Veranstaltungsformat „Riverscapes“ an den Magdeburger Wissenschaftshafen ein. Rund 50 Gäste aus Wissenschaft, Stadtgesellschaft und Universität kamen an den Hafentreppen zusammen, um Flüsse als Natur-, Kultur- und Lebensräume aus unterschiedlichen Perspektiven zu entdecken.
Den Auftakt gestalteten Tiziana Maglia und Dr. Nora Pleßke, bevor ein Ensemble des Magdeburger Kammerorchesters des Konservatoriums Georg Philipp Telemann den Abend musikalisch eröffnete. Anschließend nahm der Schriftsteller Dr. Karsten Steinmetz das Publikum mit auf eine literarische Reise entlang von Flüssen und zeigte, wie eng Landschaft, Erinnerung und persönliche Erfahrungen miteinander verbunden sind.
Im Mittelpunkt des Abends standen die Beiträge von Studierenden verschiedener Fachrichtungen. Masterstudierende der Anglistik, Geographie, Bildungswissenschaften und Medienbildung präsentierten ihre Arbeiten und eröffneten neue Perspektiven auf Flusslandschaften als kulturelle, historische und gesellschaftliche Räume. Ergänzt wurden die Beiträge durch zwei Kurzfilme aus dem Seminar „Mobile Reporting“, die die Bedeutung der Elbe für die Entwicklung Magdeburgs beleuchteten.
Besonders im Fokus stand die aktive Beteiligung der Besucher:innen. Ein interaktives Elbe-Quiz sowie ein Planspiel zur nachhaltigen Stadtentwicklung entlang von Flüssen luden dazu ein, gemeinsam Zukunftsszenarien zu entwickeln und planerische Entscheidungen über verschiedene Zeitepochen hinweg nachzuvollziehen.
Weitere Impulse lieferten studentische Präsentationen zu internationalen Flusslandschaften sowie eine literarische Auseinandersetzung mit Claudio Magris' Werk Danubio, die den Blick auf Flüsse als kulturelle Erinnerungsräume lenkte.
Während der Pause bot ein Aquarell-Workshop mit der Fotografin Caroline Hake Gelegenheit zum kreativen Austausch und zur Begegnung.
Auch der Wissenschaftshafen selbst wurde zum Bestandteil der Veranstaltung. Die Hafentreppen und die Denkhütte dienten als offener Veranstaltungsraum und machten den Hafen unmittelbar als Ort des Austauschs und der Wissensvermittlung erlebbar. Vor dem Hintergrund des aktuell niedrigen Wasserstands der Elbe wurde zugleich deutlich, wie eng ökologische Veränderungen mit Fragen der Stadtentwicklung und des gesellschaftlichen Zusammenlebens verbunden sind.
Riverscapes zeigte, wie Wissenschaftskommunikation im öffentlichen Raum gelingen kann: durch die Verbindung von Forschung, Kultur und aktiver Beteiligung. Gemeinsam mit Studierenden, Wissenschaftler:innen und Bürger:innen entstand ein Abend, der neue Perspektiven auf urbane Flussräume eröffnete und den Wissenschaftshafen einmal mehr als offenen Ort des Dialogs und der gemeinsamen Zukunftsgestaltung erlebbar machte.